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Sehr geehrter Herr Klein,
Vielen Dank für die Zusendung Ihres Manuskriptes.
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir bis Anfang nächsten Jahres keine Manuskripte entgegen nehmen.
Für Ihre weitere Verlagssuche wünschen wir Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
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Sehr geehrter Herr Klein,
leider haben Sie mit uns den falschen Verlag erwischt.
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Guten Tag, lieber Herr Klein,
wir haben für unseren Verlag andere Projekte geplant. So wollen wir unsere Krimi-Reihe ausbauen. Von daher müssen wir Ihnen leider eine Absage erteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Lektorat Verlag XXX
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Sehr geehrter Herr Klein,
fast täglich erreichen uns Manuskripte, Exposès und andere Vorschläge für Bücherveröffentlichungen. Die wir aus rein verlagstechnischen Gründen nicht berücksichtigen können. Leider trifft dies auch auf Ihr Angebot zu, für das wir Ihnen hiermit ausdrücklich danken möchten. Unsere Entscheidung musste unabhängig vom Gegenstand Ihres Vorschlags erfolgen. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, wenn wir von einer individuellen Beurteilung absehen, damit Sie möglichst bald anderweitig disponieren können.
Mfg
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Hallo Herr Klein,
leider sehen wir keine Möglichkeit, Ihr Werk in unser derzeitiges Verlagsprogramm aufzunehmen. Eine individuelle Stellungnahme können wir im Hinblick auf die Fülle an täglich eingehenden Manuskripten nicht anbieten. Wir bitten um Ihr Verständnis.
BlaBla
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Na, und genau das Verständnis habe ich nicht. Ich glaube denen kein Wort. Also schicke ich ihnen eine E-Mail:
Ich kenne natürlich auch Ihren Aufwand und weiß von dem Risiko, mit einem „Unbekannten“ ins Rennen zu gehen, das kann bei den Herstellungskosten, den Werbe-, Vertriebs- und Gemeinkosten immer riskant sein. Aber jemand muss es doch tun. Oder schreiben nur die etablierten Schriftsteller gute Bücher? Die Liste der Bestseller liest sich wie die Hitparade in der Pop Musik: Immer die gleichen Autoren. Es ist langweilig geworden in der heimischen Buchlandschaft! Das sollte man ändern und zwar mit mir.
Keine Antwort.
Ich habe über einhundert Bewerbungen losgeschickt und genau drei Verlage haben sich positiv geäußert und wollen mein Manuskript prüfen. Das bedeutet in der Regel: es kostet eine Kleinigkeit. Vierzehn haben mir wenigstens abgesagt, siehe Beispiele, und der Rest überarbeitet das Gelesene (oder auch nicht) noch eine Weile. Wahrscheinlich sind sie so schockiert, dass es unter ihrer Würde ist, mit einem schreibenden Wirt zu kommunizieren. Macht nichts, ich gebe nie auf.
Deshalb rufe ich sie an.
Läut, Läut:
Sie: Verlag XY. Mein Name ist Schleim. Was kann ich für Sie tun?
Ich: Lesen … war nur Spaß. Guten Tag Frau XY. Klein ist mein Name. Ich habe Ihnen vor einem halben Jahr mein Manuskript geschickt…
Sie: … wissen Sie, wie viele Manuskripte wir täglich bekommen?
Ich: Nein! Woher denn, sagen Sie es mir.
Sie: Viele, sehr viele. Zu viele!
Ich: Seien Sie doch froh, die Leute im Land der Dichter und Denker schreiben wieder …
Sie: Ja, und der Turm von Pisa wird wieder gerade. Bei den meisten ist es zu schade um das Papier …
Ich: Meinen Sie, es gibt keinen guten Nachwuchs? Weshalb veröffentlichen Sie immer dieselben, etablierten Autoren und geben den jungen, unbekannten Schriftstellern keine Chance.
Sie: Mit denen kann man keinen Gewinn machen. Die werden von den Kunden nicht gekauft und kosten die Verlage nur Geld …
Ich: … Ihnen geht es doch nicht um Qualität, sondern um die Knete …
Sie: … es geht ums Überleben. Wir haben keine rosigen Zeiten und müssen sparen. Bedenken Sie mal die vielen Arbeitslosen.
Ich: Na, das ist doch gut für ihre Branche: da haben die Leute doch wieder Zeit um zu lesen.
Sie: Sie machen Witze.
Ich: Natürlich. Mein Galgenhumor ist bekannt bei den Medien.
Sie: Was? Sind Sie ein Prominenter?
Ich: Wie man es nimmt.
Sie: Warum sagen Sie das nicht gleich. Woher rufen Sie an?
Ich: Aus dem schönen Mainz am Rhein.
Sie: Mainz wie es singt und lacht?
Ich: Ja, aber mir ist das Lachen vergangen. Behandeln Sie die Leute immer so? Ich habe drei Wochen gebraucht um Sie zu erreichen. Lassen Sie sich immer verneinen?
Sie: Natürlich nicht, aber als Cheflektorin werde ich andauernd gesucht von irgendwelchen Möchtegern Schriftstellern, die einmal einen Beitrag im Kleingärtnerblatt geschrieben haben. Wie kann ich ihnen helfen?
Ich: Ich habe mit Herrn Dr. Schrempp …
Sie: … Sie meinen Herrn Dr. Schwamp ...
Ich: … Natürlich meine ich Herrn Doktor Schwamp, also wir haben über mein Buch gesprochen und er meinte, ich soll mich mit ihnen darüber unterhalten, wie wir es am besten unter die Leute bringen.
Sie: Das ist überhaupt kein Problem. Als Erstes werden wir eine Werbekampagne in den Medien starten. Wir werden eine hohe Auflage angeben und noch höhere Verkaufszahlen. Dann mieten wir uns in größeren Städten in den wichtigsten Buchhandlungen so genannte Verkaufstische und kleben auf ihr Buch einen Aufkleber wie Bestseller oder Tipp des Monats drauf, um es für die Käufer interessanter zu machen, anschließend werde ich einigen namhaften Journalisten das Buch und ein kleines Geschenk zukommen lassen. Sie wissen schon, im Moment haben die große Probleme. Auch die etablierten Zeitungen kürzen überall. Es gibt weniger Platz für Buchbesprechungen und …
Ich: … die besprechen doch immer nur die gleichen aus den Bestsellerlisten …
Sie: Natürlich. Das ist einfacher und nicht so riskant wie mit Unbekannten. Journalisten sind auch nur Menschen. Hier geht es nicht um Qualität und Geschmack, sondern nur um Verkaufszahlen. Die Leute kaufen nur was sie kennen, auch wenn es einem nach dem fünften Buch zum Hals heraushängt und sich alles wiederholt. Etabliert ist etabliert und bedeutet bares Geld für den Buchhandel und für die Verlage.
Ich: Und die Autoren?
Sie: Da mussten wir die Honorare leider der schwierigen Marktlage anpassen…
Ich: … das bedeutet: Honorare kürzen?
Sie: Leider. Sehen Sie, die vielen Pleiten, Fusionen und Entlassungen in der Branche sind nicht spurlos am deutschen Markt vorbeigegangen.
Ich: Da haben Sie Recht, die Buchhandelsketten werden immer größer, weil sie die kleinen schlucken, die ausländischen Autoren drängen auf den größten Buchmarkt der Welt und werden trotz hoher Auslandsrechte veröffentlicht, also wird es immer schwerer für Sie, dem Ansturm schreibwilliger Menschen gerecht zu werden und genau da kann man die Schraube ansetzen …
Sie: Genauso ist es. Wie ich schon sagte, wir ersticken in Manuskripten. Übrigens, wie war der Titel ihres Manuskripts?
Ich: „Kneipen- und andere Geschichten …“
Sie: Das habe ich doch am Montag zurückgeschickt. Sie sind gar nicht prominent, Sie unverschämter Kerl … Sie armseliger Schreiberling, Sie …
Klick. Aufgelegt! Wie ich schon sagte, es ist schwer, in den deutschen Buchmarkt einzudringen … und deshalb habe ich den WHK Verlag Mainz gegründet.
Einfach so!
Wenn jemand ein gutes, lustiges Manuskript hat, bitte schickt es nur per Post:
WHK Verlag Mainz
Wolfgang Klein
Herrnweg 23
55122 Mainz
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